Schwarze Löcher | Leben aus dem All | Doku HD | ARTE
Die ARTE-Dokumentation von John A. Kantara (60 Min., 2021) erzählt eine erstaunliche kosmische Geschichte: Schwarze Löcher, lange Zeit als reine „Schwerkraftmonster" verschrien, sind in Wirklichkeit Geburtshelfer des Lebens. Vor mehr als zehn Milliarden Jahren haben sie überall im Universum die Bedingungen geschaffen, unter denen Galaxien, Sterne, Planeten – und damit auch wir – überhaupt entstehen konnten.
Der Film begleitet internationale Spitzenforschende, darunter Radioastronom Heino Falcke (Radboud Universität Nijmegen), der 2019 mit dem Event Horizon Telescope das weltweit erste Bild eines Schwarzen Lochs ermöglichte. Anschaulich erklärt der Film, warum dafür ein Teleskop von der Größe der Erde nötig war und wie aus einem weltumspannenden Netzwerk von Radioantennen ein einziges virtuelles Riesenauge wurde.
Im Zentrum steht eine ebenso schöne wie verblüffende These: Die gewaltigen Jets, die supermassereiche Schwarze Löcher viele Lichtjahre weit ins All schleudern, stabilisieren ihre Galaxien und schaffen erst jene ruhigen, lebensfreundlichen Zonen, in denen Planeten wie die Erde überhaupt existieren können. Ohne das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße – kein Leben auf der Erde.
Mit beeindruckenden Animationen, Bildern aus Großobservatorien und Gesprächen mit Astrophysiker:innen verbindet der Film modernste Forschung mit einer fast philosophischen Frage: Verdanken wir unsere Existenz ausgerechnet den dunkelsten Objekten des Universums?
